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Transformatorstation — wann wird sie benötigt?

6 Min. Lesezeit

Nicht jede Investition kann direkt aus dem Niederspannungsnetz (NS) versorgt werden. Wenn der Leistungsbedarf die Kapazität der vorhandenen NS-Infrastruktur übersteigt, wird der Bau einer eigenen Mittelspannungs-/Niederspannungs-Transformatorstation (MS/NS) erforderlich. Wann genau ist dies notwendig und was ist mit einer solchen Investition verbunden?

Wann wird eine Transformatorstation benötigt?

Eine eigene Transformatorstation ist in folgenden Situationen erforderlich:

  • Anschlussleistung über 40 kW — die praktische Grenze der NS-Netzversorgung,
  • Industrie- und Produktionsanlagen — Fabriken, Produktionshallen, Prozesslinien mit Hochleistungsmotoren,
  • Einkaufszentren und Bürogebäude — aufgrund der großen Anzahl von Verbrauchern und Anforderungen an die Versorgungskontinuität,
  • Photovoltaik-Anlagen über 50 kWp — die einen Anschluss an das 15-kV- oder 20-kV-MS-Netz erfordern,
  • Wohnsiedlungen — der Bauträger errichtet die Station als Teil der Infrastruktur.

Typen von Transformatorstationen

Drei Haupttypen werden eingesetzt:

  • Innenraumstationen (gemauert) — ein Mauerwerks- oder Betongebäude mit dem Transformator im Inneren, verbreitet in städtischen Gebieten und Wohnsiedlungen,
  • Maststation (Freiluft) — Transformator auf einem Stahlbeton- oder Gittermast, beliebt in ländlichen Gebieten, Leistung bis 250 kVA,
  • Kompaktstationen (vorgefertigt) — fertige Beton- oder Metallmodule, schnelle Installation, Leistung von 160 kVA bis 2500 kVA.

Kosten und Finanzierung

Ungefähre Kosten für den Bau einer Transformatorstation:

  • Maststation 100–250 kVA: 80.000–150.000 PLN,
  • Kompaktstation 400–630 kVA: 200.000–400.000 PLN,
  • Innenraumstation 630–1000 kVA: 350.000–600.000 PLN.

Hinzu kommen die Kosten für die MS-Kabelleitung vom nächsten Netzpunkt sowie die Anschlussgebühr an den VNB.

Genehmigungen und Verfahren

Der Bau einer Transformatorstation erfordert:

  • die Einholung der MS-Anschlussbedingungen vom VNB,
  • einen Bauentwurf durch einen zugelassenen Planer mit elektrotechnischer Qualifikation,
  • eine Baugenehmigung oder Bauanzeige (je nach Stationstyp),
  • die Abstimmung der MS-Schaltanlage und Schutzeinstellungen mit dem VNB,
  • Abnahmeprüfungen und Messprotokolle.

Wartungspflichten

Der Eigentümer einer Transformatorstation ist verpflichtet:

  • regelmäßige Inspektionen alle 5 Jahre durchzuführen (Erdungswiderstandsmessungen, Thermografie, Prüfung des Transformatoröls),
  • die Beaufsichtigung durch qualifiziertes Elektrofachpersonal mit entsprechenden Berechtigungen sicherzustellen,
  • ein Betriebsbuch für die Station zu führen,
  • dem VNB im Falle von Netzstörungen Zugang zur Station zu gewährleisten.

Eine fachgerecht geplante und gewartete Transformatorstation arbeitet zuverlässig über 30–40 Jahre.

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